Corona Virus – das Leben in New York 

Hey, ich bin Gayle, mit meinem Mann und unserer vier Monate alten Tochter leben wir in der Gegend von New York City. Wir arbeiten beide im Finanzwesen und haben daher einen relativ stressigen Arbeitsalltag. Nach der Arbeit haben wir einfach das Großstadtleben gelebt, besuchten Konzerte, aßen gerne auswärts in Restaurants oder haben einfach die Happy Hour zelebriert.

Natürlich hat sich das Leben nach der Geburt unserer Tochter, Ende letzten Jahres verändert. Bis zum Ausbruch des Virus, haben wir immer noch, mit und ohne Baby, dass Großstadtleben mit all seinen Vorzügen ausgekostet. Ich habe bis zum Tag X meinen Mutterschutz  (in den USA, meist unbezahlt und bis zu 12 Wochen lang) mit meinem Baby in vollen Zügen genossen. Zum Beispiel die langen Spaziergänge mit Kinderwagen durch die City, Mittagessen für Mama und Kind, oder Musikunterricht und Yoga-Kurse die ich mit meiner Tochter besucht habe und das schlendern durch den Park. Ich vermisse es.

Bild: Peter Praum, @peterpraum

Zum Glück musste ich mich seit meinem Mutterschaftsurlaub nicht mehr mit Pendeln oder Arbeitsstress auseinandersetzen. Wir mussten uns jedoch an meinen Mann anpassen, der nun von zu Hause aus arbeitet. Ich unterhalte das Baby, damit sich mein Mann konzentrieren kann, was schwierig ist, wenn man in einer Wohnung mit einem Schlafzimmer lebt! Ich fühle mich meines letzten Monats Mutterschaftsurlaubs beraubt, den ich so sehr genossen habe. Und jetzt? Wir müssen in der Wohnung bleiben und uns fällt die Decke auf den Kopf.

Glücklicherweise sind viele der Babyklassen, die wir online haben wollten, auch tatsächlich online gegangen, so dass wir einige unserer „Routine“ fortgesetzt haben, zum Beispiel die Musik- und Yoga-Klassen. Wir haben auch einen kleinen Balkon, so dass wir jetzt, da das Wetter schöner ist, einige Zeit draußen sitzen. Obwohl ich andere Familien mit Babys im Kinderwagen draußen sehe, habe ich beschlossen, unsere Tochter nicht nach draußen zu führen. Mein Kind war nun schon über einen Monat nicht mehr ausserhalb der Wohnung,

Ich fürchte um die Gesundheit unserer Familie. Aber, wir treffen die notwendigen Vorkehrungen. Nächste Woche kehre ich zurück in meinen Job. Ich bin also nervös wegen des Übergangs, nach einem langen „Urlaub“, weil ich aus dem Homeoffice arbeiten werde. Auf der anderen Seite bin jedoch dankbar, dass ich nicht wieder pendeln muss oder den Stress habe, morgens früher aufzustehen zu müssen um mich fertig zu machen, wie es für die Arbeit im Büro der Fall wäre. Diese viele Zeit, die wir zu Hause als Familie zusammen haben, dass kann uns so schnell wohl keiner nehmen.

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