Diskriminierung von Eltern

Erfahrung und Gedanken einer Frau

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Alexia von Wismar
THE PARENTS NEXT DOOR

Eineinhalb Jahre nach der Geburt meines Sohnes wollte ich nicht mehr nur Mutter und Hausfrau sein. Ich wollte wieder mehr. Zurück auf den Arbeitsmarkt. Voller positiver Energie, mit der Mission es mir und allen anderen zu beweisen das Kind und Karriere als Single-Parent sehr wohl miteinander zu vereinbaren sind. Ziemlich schnell spürte ich den ersten Gegenwind, der mich mir nichts, dir nichts auf den Boden der Tatsachen knallen ließ. Autsch!

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Wie altmodisch und unflexibel über Vereinbarkeit von Familie und Beruf heute noch gedacht, gesprochen und gehandelt wird, möchte ich gar nicht weiter ausführen. Ich möchte es auch gar nicht pauschalisieren, denn es gibt sicherlich genug ArbeitgeberInnen bei denen das Gegenteil der Fall ist, denn auch diese Erfahrung drufte ich machen.

Ein persönliches Beispiel

Ein Telefongespräch mit einer Schauspielagentin, aus dem Jahr 2016.

Agentin: „Was hast du in den letzten zweieinhalb Jahren gemacht?“
Ich: „Ich habe mir eine Auszeit genommen. Deswegen ist eine größere Lücke in meiner Vita.“

Agentin: „Das sagen viele SchauspielerInnen, wenn sie keine Jobs bekommen haben. Leider kein gutes Argument.“
Ich: „Nein ehrlich! Ich war schwanger und bin Mutter geworden und …“

Agentin: „Ach, Du hast ein Kind! Oh! PAUSE. Okay! PAUSE. Dann bist Du jetzt nicht mehr flexibel. Und drehen, wie stellst du dir das vor?… PAUSE Alexia, wenn ich Dir einen gutgemeinten Tipp geben darf: erwähne dein Kind nicht, wenn Du weiterhin in der Film- und Fernsehbranche arbeiten möchtest …“ (O-Ton)

Ich hatte nicht mal erwähnt, alleinerziehend zu sein. Verdammt, wahrscheinlich hätte sie dann direkt aufgelegt – und ich mir einiges erspart.

Autsch!

Nach diesem Gespräch war ich sprachlos – der Kopf leer und die Seele niedergeschmettert. So hatte ich mir das aber nicht vorgestellt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mit Diskriminierung im Job nichts am Hut.

Fakt ist, durch die Babypause(n) verschwinden Frauen für einen Zeitraum X von der Bildfläche. Das wiederum kann Auswirkungen auf die beruflichen Chancen und schlussendlich auch auf ihre „Karriere“ haben.

Ich stelle folgende Behauptung auf: „Diskriminierung von Eltern auf dem Arbeitsmarkt ist ein deutsches Phänomen.“ Müssen Eltern sich das heute wirklich noch gefallen lassen? Hast du eine Meinung dazu oder auch schon die Erfahrung machen müssen? Schreib sie mir gerne.

Ob New Work dem ganzen in Zukunft ein Ende bereiten wird? Welche Gewichtung hat Karriere machen in der heutigen Zeit eigtenlich noch?

Fakten

Jede fünfte Frau in Deutschland ist eine Single Mom. Das ist nun wirklich nichts besonderes mehr in unserer bunten Gesellschaft.

Aber, die Vorurteile sind leider immer noch fest verankert. Single-Parents haben es nicht immer einfach, wogegen man als Paar definitiv besser aufgestellt ist bei der ein oder anderen Herausforderung, die einem das unvorhersehbare #LebenmitKind bescheren kann. Übrigens ist die Anzahl der Single Dads in den letzten 25 Jahren um ca. 22 % gestiegen.

Als Single-Parent musst du dir vieles erkämpfen. Stimmt. Du musst auch sehr gut bis noch besser, als Paare mit Kind organisiert sein. True. Du brauchst ein sehr stabiles Umfeld um dich herum, dass dich ohne Wenn und Aber unterstützt, dir den Rücken freihält, auf beruflicher wie auf privater Ebene, wenn das Kartenhaus dann doch mal droht, zusammen zu fallen. Oh ja! In den meisten Fällen ist das: die Familie, sehr gute Freunde und/ oder Bekannte.

Ein afrikanisches Sprichwort besagt: „Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf.“ Das wird sich in der Geschichte der Menschheit auch nicht ändern und das ist auch gut so.

Jede fünfte Frau in Deutschland ist eine Single Mom. Das ist nun wirklich nichts besonderes mehr in unserer bunten Gesellschaft.

Aber, die Vorurteile sind leider immer noch fest verankert. Single-Parents haben es nicht immer einfach, wogegen man als Paar definitiv besser aufgestellt ist bei der ein oder anderen Herausforderung, die einem das unvorhersehbare #LebenmitKind bescheren kann.

Übrigens ist die Anzahl der Single Dads in den letzten 25 Jahren um ca. 22 % gestiegen.

Als Single-Parent musst du dir vieles erkämpfen. Stimmt.

Du musst auch sehr gut bis noch besser, als Paare mit Kind organisiert sein. True.

Du brauchst ein sehr stabiles Umfeld um dich herum, dass dich ohne Wenn und Aber unterstützt, dir den Rücken freihält, auf beruflicher wie auf privater Ebene, wenn das Kartenhaus dann doch mal droht zusammen zu fallen. Oh ja!
In den meisten Fällen ist das: die Familie, sehr gute Freunde, Nachbarn und/ oder Bekannte.

Ein afrikanisches Sprichwort besagt: „Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf.“ Das wird sich in der Geschichte der Menschheit auch nicht ändern und das ist auch gut so.

Bleibt mir

noch zu sagen das es uns für die folgenden Generationen gelingen muss den Fehler auf der Festplatte, mit dem Namen „Störfaktor Kind“ und das damit verbundene, verstaubte Falsch-Denken von „Kind und Vollzeitjob sind nicht zu vereinen“ aus den Köpfen von vielen zu löschen.

Aufmerksamkeit und Bewusstsein schaffen sind der Key. Werdet laut. Zusammen schaffen wir den Schritt in die richtige Richtung, für uns und alle zukünftigen Eltern, denn Kinder sind unser höchstes Gut und der Job als Eltern der Verantwortungsvollste, den man als Mensch antritt.

Diskriminierung in puncto Familie ist einfach nicht mehr zeitgemäß!