Gesellschaft – Interview

Flo Mack

I Help Others Live Their Purpose.

Gesellschaft – Interview

Flo Mack

I Help Others Live Their Purpose.

Blogazine THE PARENTS NEXT DOOR Alexia von Wismar Mama Bloggerin Eltern Familie

Alexia von Wismar
THE PARENTS NEXT DOOR

Blogazine THE PARENTS NEXT DOOR Alexia von Wismar Mama Bloggerin Eltern Familie

Alexia von Wismar
THE PARENTS NEXT DOOR

Das ist

Flo Mack, 32, Schwabe, verheiratet, zwei Kinder. Er war 10 Jahre seines Lebens Jugendpastor. Ist vielseitig, kreativ und interessiert. Was Flo antreibt, die Fragen: „Wie gestalten wir die Zukunft und wie kann ich der nachfolgenden Generation helfen, ihren Purpose (Zweck) im Leben zu finden?“

Flo Mack Clubhouse Vater The Parents Next Door Eltern Blogazine

Bildrechte: Flo Mack

„Kommt. Hier geht es lang.“ Bereits als Kind ist Flo Mack ein Antreiber und Wegweiser für andere in seinem Umfeld. So zieht sich Jahre später auch der rote Faden durch seine Arbeit als Jugendpastor. Flo erfüllt nichts mehr, als miterleben zu dürfen, wie ein Mensch seine Bestimmung im Leben findet: „Das macht mich glücklich.“

Es ist Dienstagmorgen,

Flo und ich haben uns für ein Telefoninterview verabredet. Wir haben nur eine Stunde, dennoch habe ich viel über ihn in diesem Gespräch als Vater und Mensch erfahren können.

Vater werden und Vater sein, wie sehr hat dich das verändert?

Hat sich überhaupt etwas verändert?

Meine Nerven! Meine Nerven! (Wir lachen.)

Spaß bei Seite. Ich finde es eine spannende Frage. Ich würde sagen: Definitiv verändern Kinder alles. Wenn man dann aber genau hinschaut, was sich verändert, dann finde ich es manchmal gar nicht so einfach in Worte zu fassen.

Kinder schaffen es, dass man sie über alles liebt und man bereit ist alles für sie zu tun, selbst fünfmal die Nacht aufzustehen und Monate nicht zu schlafen. Ich glaube, das macht was mit der eigenen Perspektive, man nimmt sich selbst nicht mehr so wichtig.

Das widerum zeigt sich dann auch in anderen Bereiche seines Lebens, weil man eben mehr Verantwortung mit der Geburt eines oder mehrerer Kinder übernimmt und dadurch automatisch mehr an andere als an sich selbst denkt. Das fällt mir immer dann auf, wenn ich mit Menschen zu tun habe, die im selben Alter sind und keine Kinder haben. Die drehen sich um sich selbst, was ja völlig okay ist, aber man merkt bei sich, wie man den Blick aufs Leben als Eltern dann doch verändert hat.

Meine Nerven! Meine Nerven!
(Wir lachen.)

Spaß bei Seite. Ich finde es eine spannende Frage. Ich würde sagen: Definitiv verändern Kinder alles. Wenn man dann aber genau hinschaut, was sich verändert, dann finde ich es manchmal gar nicht so einfach in Worte zu fassen.

Kinder schaffen es, dass man sie über alles liebt und man bereit ist alles für sie zu tun, selbst fünfmal die Nacht aufzustehen und Monate nicht zu schlafen. Ich glaube, das macht was mit der eigenen Perspektive, man nimmt sich selbst nicht mehr so wichtig.

Das widerum zeigt sich dann auch in anderen Bereiche seines Lebens, weil man eben mehr Verantwortung mit der Geburt eines oder mehrerer Kinder übernimmt und dadurch automatisch mehr an andere als an sich selbst denkt. Das fällt mir immer dann auf, wenn ich mit Menschen zu tun habe, die im selben Alter sind und keine Kinder haben. Die drehen sich um sich selbst, was ja völlig okay ist, aber man merkt bei sich, wie man den Blick aufs Leben als Eltern dann doch verändert hat.

Bildrechte: Flo Mack

Ich habe mit 20 meine große Liebe geheiratet. Das ist 13 Jahre her. Aufgefallen ist meine Frau mir, als ich 12 Jahre alt war. Wir waren zusammen bei den Pfadfindern. Ich habe sie gesehen und gedacht: „Die will ich heiraten.“

Mit 12 habe ich meinen ganzen Mut zusammen genommen und eine E-Mail an sie geschrieben, um ihr meine Liebe zu gestehen. Darauf habe ich nie eine Antwort bekommen. Acht Jahre später haben wir geheiratet.

Die ersten Jahre sind wir gereist, haben viel zusammen erlebt. Mit Mitte zwanzig wurden wir Eltern. Ich habe manchmal das Gefühl, anders an die Sache herangegangen zu sein.

Mit 12 habe ich meinen ganzen Mut zusammen genommen und eine E-Mail an sie geschrieben, um ihr meine Liebe zu gestehen. Darauf habe ich nie eine Antwort bekommen. Acht Jahre später haben wir geheiratet.

Die ersten Jahre sind wir gereist, haben viel zusammen erlebt. Mit Mitte zwanzig wurden wir Eltern. Ich habe manchmal das Gefühl, anders an die Sache herangegangen zu sein. Wir wollten früh heiraten und jung sein, wenn wir eine Familie gründen.

Wir wollten früh heiraten und jung sein, wenn wir eine Familie gründen.

Viele beenden in dem Alter wo wir geheiratet haben ihre Schulzeit oder Ausbildung.
Unsere Kinder sind heute im Schul- und Kindergartenalter, was perfekt ist für uns, denn jetzt geht es mit Anfang 30 bei meiner Frau und mir beruflich richtig los, was sehr spannend ist.

Du hast

10 Jahre als Jugendpastor gearbeitet. Wie kamst du dazu?

Durch meine Mutter. Sie ist sehr gläubig und so bin ich mit der christlichen Gemeinschaft aufgewachsen.

Mit 17 wurde ich gefragt, wie meine Pläne nach der Schule aussehen würden. Ein Praktikum in der Gemeinde war dann das Resultat. Ich habe in der Zeit geholfen, die Jugendarbeit aufzubauen.

Währenddessen habe ich gemerkt, wie sehr ich darin aufgehe, für die Jugendlichen da zu sein. Nach dem Praktikum wurde ich in der Gemeinde als Jugendpastor angestellt.

Als ich mit der Jugendarbeit begonnen habe, waren wir 15 Personen. Ziemlich schnell stieg die Zahl auf über 100. Wir haben viel bewegt, geholfen, wo wir gebraucht wurden und missioniert. Ich habe große Jugendgottesdienste in Europa mitorganisiert, teilweise mit bis zu 10.000 Teilnehmern. Das war toll. Das habe ich 10 Jahre wirklich von Herzen gemacht.

Haben dich diese Jahre geprägt?

Diese Arbeit hat mich sehr geprägt und mir immer wieder gezeigt, dass es nicht darum geht, dass ich karriere im Leben machen, sondern etwas für die  Generationen nach mir hinterlasse. Das sitzt ganz tief in mir drin. Interessant zu beobachten, finde ich jetzt, wo ich mich mehr in Richtung Business bewege, dass meine Motivation dieselbe geblieben ist. Ich habe bis heute keine Ausbildung abgeschlossen, nie studiert, mir ist es nicht wichtig, viel Geld zu haben, sondern für den Menschen da zu sein, ihn auf seinem Weg zu begleiten.

Ich möchte einfach nur helfen, wo ich helfen kann.