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Ein Herzensprojekt der Gründerin, die vielen
Frauen und Paaren mit Kinderwunsch helfen möchte.

Ein Herzensprojekt der Gründerin, die vielen Frauen und Paaren mit Kinderwunsch helfen möchte.

Blogazine THE PARENTS NEXT DOOR Alexia von Wismar Mama Bloggerin Eltern Familie Menschen Leben Lifestyle

Alexia von Wismar
THE PARENTS NEXT DOOR

Aus eigener Erfahrung entwickelte Sie eine App um Frauen, die eine Kinderwunsch-Behandlung durchführen lassen müssen, auf diesem Weg zu unterstützen. Sie weiß worauf es ankommt, deswegen sind die Inhalte der App auch genau auf die jeweilige Patientinnen zugeschnitten.

Ich freue mich sehr das Sie für das Interview zugesagt hat und in der Themenreihe „Work And Mom“ im Blogazine in bester Gesellschaft ist.

Wer Sie ist

Ihr Name ist Alina Latus (40 Jahre), Gründerin der HOPE Applications GmBH. Ihre Leidenschaft gilt dem digitalen Produktdesign und der Aufklärung über Kinderwunsch-Behandlung. Mit Ihrem Mann und den zwei Söhnen (1 und 3 Jahre alt) lebt und arbeitet Alina in Hamburg.

Kinderwunsch

Erzähl mir Deine Geschichte

Kurz zusammengefasst: Sieben ICSIs, vierzehn Kryos, zum ersten Mal schwanger. Wer sich mit dem Thema Kinderwunsch-Behandlungen auskennt, weiß was das bedeutet. 

Für meinen Mann und mich waren Kinder nie ein Thema, bis wir gesagt haben: jetzt ist es so weit. Für uns war klar, wir entscheiden den Zeitpunkt. Leider ist die Realität ganz anders gewesen. 

Bildrechte: Juli Schnee

Nach einer schweren Blinddarmentzündung und insgesamt sieben Operationen wurde mir ein Eileiter entfernt, die Diagnose: Auf natürlichem Weg schwanger werden ist nicht möglich. Nachdem wir in mehreren Kliniken waren und wirklich alles versucht haben, wurde mir auch noch der andere Eileiter entfernt. Und ich wurde schwanger, zum ersten Mal. Leider endete dieser Versuch in einer Fehlgeburt, aber ich schöpfte neue Hoffnung. Heute bin ich Mutter von zwei gesunden Kindern, die beide ohne diese Möglichkeit in der Medizin nicht zu uns gekommen wären.

Wer mag und wen es interessiert, kann die ausführliche Geschichte von Alina und ihrem Mann und dem gemeinsamen Kinderwunsch hier lesen.

Erinnerst Du dich noch an den Moment, als für dich klar war, ich entwickele eine App?

Die gesamte Zeit der Kinderwunsch Behandlung war aufreibend, aufregend und von vielen Ängsten geprägt. Und leider auch von Stress. Termine, Befunde, Medikamente – es ist einfach ein riesiges Projekt und mit viel Organisation verbunden.

In den Kliniken wird man mit vielen Zetteln überflutet auf denen alles Mögliche steht, was man beachten muss, welches Medikament man wann nehmen muss, wo man wann sein muss… Stress sollte man ja eigentlich vermeiden. Als Designerin war mir klar: ich will da was ändern!

Von dem Moment der Entscheidung habe ich sogar ein Foto gemacht. Wir saßen zusammen im Wohnzimmer und mein Mann spornte mich an, es endlich mal zu machen. Ich hatte schon so viel davon gesprochen und hatte schon so vieles geplant.

Ich wusste genau, wie die App aussieht und was sie machen können sollte.

Drei Monate nach der Geburt meines Sohnes saß ich beim Notar und gründete die Hope Applications GmbH.

Ich legte los und das war die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe.

hope

Warum hast Du der App den Namen HOPE gegeben?

Weil Hoffnung das Einzige ist, was sich durch meine gesamte Kinderwunsch-Zeit durchgezogen hat. Trauer kam und ging, Wut kam und ging, Freude kam und ging. Nur die Hoffnung war immer da. Vom Anfang bis zum Ende. Und sie war das einzige Gefühl, welches mich jeden Tag aufstehen ließ. Egal was am Tag davor passierte.

Das ist das, was ich den Menschen, die Kinderwunsch-Behandlungen machen müssen, geben möchte: Hoffnung.

Die App wurde für iOS und Android entwickelt und kann über die jeweiligen App-Stores heruntergeladen werden.

Warum hast Du der App den Namen HOPE gegeben?

Weil Hoffnung das Einzige ist, was sich durch meine gesamte Kinderwunsch-Zeit durchgezogen hat. Trauer kam und ging, Wut kam und ging, Freude kam und ging. Nur die Hoffnung war immer da. Vom Anfang bis zum Ende. Und sie war das einzige Gefühl, welches mich jeden Tag aufstehen ließ. Egal was am Tag davor passierte.

Das ist das, was ich den Menschen, die Kinderwunsch-Behandlungen machen müssen, geben möchte: Hoffnung.

Die App wurde für iOS und Android entwickelt und kann über die jeweiligen App-Stores heruntergeladen werden.

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Was waren für Dich, die größten Herausforderungen in der Gründungszeit?

Ich wusste ungefähr was auf mich zukommt, da ich schon mal ein Unternehmen gegründet habe. Allerdings habe ich HOPE alleine gegründet und ich habe sehr mit den Aufs und Abs zu kämpfen gehabt. Es war ein richtig anstrengender Prozess zu erkennen, dass man eben nicht alles kontrollieren kann. 

Und wenn etwas schief lief, ärgerte ich mich nicht nur, sondern hatte auch ein schlechtes Gewissen, dass ich die Zeit auch hätte mit meinem Sohn verbringen können. Das war natürlich totaler Quatsch. Aber gerade bei einem emotionalen Thema wie Kinderwunsch, sind die Gedanken oft nicht rational oder zu kontrollieren.

Auch heute geht es immer mal wieder auf und ab. Ich kann aber damit viel besser und gefasster umgehen. Mutter sein hat mich dermaßen geerdet, dass ich viel entspannter mit Arbeitsthemen umgehen kann. Da sind auch unglaublich viele Parallelen. Man hat große Verantwortung und Wünsche. Ich will Kinder großziehen, die Glücklich sind, ehrgeizig, liebevoll und verantwortungsvoll mit sich und der Welt umgehen. Genau das wünsche ich mir auch für mein Produkt.

Was ist hope für eine App, wie funktioniert sie und was kostet sie?

Hope ist im Grunde ein “besonderer” Zyklus-Tracker. Es kann nicht nur der Zyklus begleitet werden, sondern auch die gesamte KiWu-Behandlung. Wenn deine Klinik mit uns zusammenarbeitet, können alle Termine, Befunde und Medikamentenangaben direkt auf die App gesendet werden.
Oder du trägst es selbst ein und hast so einen guten Überblick. Im Archiv kannst du auch immer deine vergangenen Zyklen ansehen (das ist hilfreich für Vergleiche).

Die Hope App ist für die Nutzer*innen kostenlos.

Wie finanziert sich hope?

Hope finanziert sich durch die Kinderwunsch-Kliniken, die sich für die Nutzung der App als Patienten Management Tool entscheiden. Das Gute ist aber: Das ist eine Win-Win-Win Situation. Die Kliniken sparen so viel Zeit und Geld durch die App, dass es sich für sie genauso lohnt.

Davon profitieren dann nicht nur die Frauen in diesen Kliniken, sondern auch alle anderen, die die App nutzen wollen. Wichtig hier zu sagen ist nämlich: Wir schalten keine Werbung, wir sammeln/verkaufen keine Daten und wir haben keinerlei versteckte Kosten.

Bei uns gibt es kein Premium. Bei uns sind alle Premium!!

Job & Familienleben

Wie bekommst Du Familie und Job unter einen Hut?

Vereinbarkeit ist ein wichtiges Thema. Und das läuft bei meinem Mann und mir gut. Durch unsere lange Reise zu unserem Wunschkind, mussten wir schon immer viel organisieren und uns abstimmen. Und wir sind beide gleichermaßen dankbar, dass wir das Wunder eigene Kinder zu haben erleben dürfen. Ohne Hilfe geht es aber nicht. Wir sind keine Übermenschen. Wir haben eine Haushaltshilfe, die unsere Kinder lieben und die auch unsere Kinder liebt. Sie übernimmt auch mal die Nachmittage, an denen wir arbeiten müssen.

Wie sah Deine berufliche Situation, bevor Du Mama geworden bist, aus?

Eigentlich phantastisch. Ich hatte einen wirklich mega guten Job als Freelancer und mein Einkommen war überdurchschnittlich gut. Als UX/UI Designerin war ich gefragt und habe mich dafür eingesetzt immer das Beste aus den Produkten, an denen ich arbeitete, herauszuholen. Ich habe total tolle Projekte begleitet (zum Beispiel die TK-App) und viele inspirierende Menschen kennengelernt.

Mein Job vorher war quasi der erste wichtige Schritt zu Hope. Ich habe nicht nur viel und gern gearbeitet, sondern auch unglaublich viel gelernt, was mir nun zugutekommt.

Zum Schluss würde ich gerne noch von Dir wissen, was Du Dir wünschen würdest, um Familie und Beruf noch besser vereinbaren zu können?

Es sind fast keine Wünsche offen. Aber je besser Hope läuft, desto mehr kann ich mich zurückziehen und Aufgaben delegieren ;)

LEXIkon

Warum werde ich nicht wieder schwanger? Weltweit hat jedes sechste Paar (laut verschiedener Quellen) Schwierigkeiten innerhalb eines Jahres ein Kind zu zeugen. Ungewollt Kinderlos, sind in Deutschland 10 bis 15 Prozent der Paare, laut Berufsverband der Frauenärzte e.V.

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