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Mit Kind zur Kur?

Immer mehr Mütter schrammen am Rande des Burnouts. Höchste Zeit, zu handeln – bevor irgendwann gar nichts mehr geht. Für wen eine Mutter-Kind-Kur* in diesem Fall geeignet ist und wie sie ein Erfolg wird, verrät euch Steffi, Doppel-Mama, Dreifach-Selbständige und kurerfahrene Bloggerin. 

Es gibt Mütter, für die ist die Mutter-Kind-Kur ein Geschenk.

Sie kehren strahlend und erholt zurück und sind wild entschlossen, ihren Alltag umzukrempeln. Das hält zwar meist nicht allzu lange an, aber die Gefahr eines Burnouts ist erst einmal gebannt.

Es gibt aber auch Mütter, die kehren noch erschöpfter heim, als sie losgefahren sind. Darum beantworte dir selbst, möglichst ehrlich, folgende Fragen:

  • Ist es vor allem die Dreifachbelastung aus Job, Haushalt und Kind, die dich erschöpft?
  • Bist du bereit, viel Zeit auf engem Raum mit deinem Kind/ deinen Kindern zu verbringen und bis auf einige Stunden am Tag allein für sie verantwortlich zu sein?
  • Fehlt dir im Alltag Quality-Time für dich und deine Kinder?
  • Sind deine Kinder Fremdbetreuung gewöhnt und machen kein Drama, wenn sie für einige Stunden in eine Kindergruppe gegeben werden, während du in Behandlungen bist?
  • Leidest du unter mäßigen gesundheitlichen Beschwerden, wie zum Beispiel: Rückenschmerzen, Migräne, Infektanfälligkeit?
  • Ist dir bewusst, dass ein Kurheim kein 4-Sterne-Wellness-Hotel ist und eine Mutter-Kind-Kur auch kein All-Inclusive-Erholungsurlaub auf den Bahamas sein wird?

Wenn du alle sechs Fragen mit Ja beantworten konntest, dann ist die Mutter-Kind-Kur perfekt für dich und die Krankenkasse wird sie mit großer Wahrscheinlichkeit problemlos bewilligen – und zwar alle vier Jahre wieder.

Wenn nicht, solltest du einen längeren Familienurlaub und – vor allem bei gravierenden gesundheitlichen Beschwerden oder wenn die Grenze zur Erschöpfungsdepression bereits überschritten ist – eine Reha nur für dich in Betracht ziehen.

*Natürlich gibt es auch Vater-Kind-Kuren, die aber nicht von allen Kurheimen und meist nur in bestimmten Zeiträumen angeboten werden. Hierfür gelten dieselben Regeln und Tipps.

Herausforderungen und Vorteile

Eine Herausforderung in der Mutter-Kind-Kur ist, dass man diverse Termine für sich selbst und die Kinder, wenn diese nicht nur Begleitkinder sind, koordinieren muss. Das Schöne daran, dass es in der Regel Termine sind, die einem gut tun:

  • Sport
  • Physiotherapie
  • Einzel- oder Gruppengespräche
  • Ergotherapie

Irgendwann am Nachmittag ist Feierabend, und während man sich nun Zuhause um Haushalt und Hausaufgaben kümmern muss, hat man bei der Kur die Möglichkeit, intensiv Zeit mit seinen Kindern zu verbringen. Meist findet man schnell Anschluss und kann gemeinsam die Gegend erkunden.

Obwohl es wirklich kein Urlaub ist (vor allem die Mahlzeiten zwischen schreienden, herumrennenden Kindern arten gern mal in Stress aus), kann man sich dabei durchaus entspannen und viel für sich mitnehmen. Und nicht zuletzt stärkt die gemeinsame Zeit die Mutter-Kind-Beziehung ungemein. Eine Mu-Ki-Kur dauert in der Regel drei Wochen, bei sehr angeschlagenen Müttern und freien Kapazitäten ist manchmal auch eine Verlängerung möglich.

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Autorin

Steffi ist zweifache Mutter, Autorin, Journalistin und Verlegerin. Bei einer Mutter-Kind-Kur auf Rügen fing alles an: „Weil ich für meinen Sohn kein Kinderbuch über die Insel fand, begann ich, selbst eins zu schreiben.“ Während der Elternzeit veröffentlichte Steffi das Buch im Eigenverlag. Der große Erfolg von „Abenteuer auf Rügen – Lilly, Nikolas und die Piraten“ wurde zum Grundstein für Biber & Butzemann, dem ersten Verlag, der sich auf liebevoll-illustrierte Ferienabenteuer spezialisiert.