Nachtschreck

Hilfe, mein Kind schreit im Schlaf!

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Alexia von Wismar
THE PARENTS NEXT DOOR

Experten nennen es Pavor nocturnus. Verbreiteter ist das Wort, Nachtschreck. Klingt definitiv nicht sehr einladend. Ist es auch nicht. Du möchtest dein Kind in den Arm nehmen, trösten. So hart es auch klingt, es wird deine Anwesenheit nicht wahrnehmen.

Warum schreit mein Kind nachts?

Es ist mitten in der Nacht, dein Kind sitzt senkrecht im Bett, die Augen sind oft weit aufgerissen und es schreit bitterlich.

Dein Kind steckt in einer Warteschleife zwischen schlafen und wachsein.

So ein Nachtschreck kann zwischen einigen Minuten bis zu einer Stunde anhalten und tritt meistens in der ersten Schlafphase ein, nicht wie die meisten Albträume zwischen zwei und sechs Uhr morgens.

Ein Nachtschreck ist harmlos und deutet nicht auf psychische Probleme hin, vielmehr sind es Übermüdung, Stress oder ein unregelmäßiger Schlafrhythmus, die Auslöser für einen Nachtschreck sein können. Zwischen dem zweiten und siebten Lebensjahr tritt der Nachtschreck am häufigsten auf. Die einen Kinder erleben ihn nur einmal in ihrem Leben, andere mehrmals im Jahr oder sogar öfter im Monat.

Was ist in diesem Moment zu tun?

Leider herzlich wenig. Du solltest dein Kind niemals wecken oder versuchen, es in den Arm nehmen zu wollen, es wird nur heftiger schreien und um sich schlagen. Rede ihm mit sanfter Stimme zu, auch wenn es schwet fällt.

Schau das es sich in seinem Bett nicht verletzten kann, durch das um sich strampeln und schlagen. Das ist tatsächlich das Einzige, was du in diesem Moment tun kannst. Versuch dich daneben zu legen, rede oder sing leise etwas vor.

Kann ich den Nachtschreck „verhindern”?

  • Regelmäßige Bettzeiten.
  • Feste, Einschlaf-Rituale.
  • Ausreichend Bewegung und frische Luft.
  • Das Kind nicht verunsichern, indem man am nächsten Tag über das Ereignis der letzten Nacht spricht, denn es wird sich an nichts erinnern können.

Den Nachtschreck mit anschauen zu müssen, vor allem, wenn er regelmäßig vorkommt, ist furchtbar. Das Beste, was du in diesen Augenblicken tun kannst für dein Kind da sein.
Wenn es sich wieder beruhigt hat und in den Schlaf findet, nimm es ruhig in den Arm, gib ihm einen Kuss, das hilft vor allem dir, denn der Nachtschreck ist für uns Eltern ein fruchtbarer, angsteinflößender Moment.