Work and Mom

VOLANE

Die, die zum dadaistischen Kaffeekränzchen einlädt,
wo Pop- & Streetart sich gegenseitig einen blasen.

Die, die zum dadaistischen Kaffeekränzchen einlädt, wo Pop- & Streetart sich gegenseitig einen blasen.

Blogazine THE PARENTS NEXT DOOR Alexia von Wismar Mama Bloggerin Eltern Familie Menschen Leben Lifestyle

Alexia von Wismar
THE PARENTS NEXT DOOR

Bildrechte: Volane

Wer bist Du?

Auf diese Art von Frage habe ich nie eine Antwort, weil ich mich ungern selbst definiere. Ich hab vorab einfach mal drei Leute gefragt. „Sie ist die, die Schmetterlinge malt. Die Frau die Tampons schöner macht. Die Ur-Mutter des volanismus.“

Was ich aber zu mir sagen kann ist das ich mich gerne in jede Richtung entwickle. Ich wollte noch nie etwas werden, ich bin einfach.

Volane

Sind große Brillen dein Markenzeichen?

Um ehrlich zu sein, unfreiwillig ja. Ich trage große Brillen, weil ich das schön finde. Ich wollte als Kind schon immer riesige Brillen haben die mir von der Nase rutschen, aber da durfte ich das noch nicht

Bildrechte: Volane

Woher kommt der Name Volane?

Wikipedia um ehrlich zu sein.  (Sie lacht.)

Ich habe einen kurzen Moment meines Lebens an einer Kunst-Universität verbracht – also an zweien um genau zu sein, aber das ist eine andere Geschichte. Naja und innerhalb dieser sechs Wochen hatten wir die Aufgabe uns einen Künstlernamen auszudenken und einen Blog auf tumblr zu gestalten. Ich fand die Aufgabe total Hirnverbrandt, hatte keine Ahnung was ich mit nem Künstlernamen anfangen soll, also habe ich bei wikipedia auf Zufallsartikel geklickt. Der erste Eintrag war „Stalin“ das fand ich dann aber irgendwie doch zu vorbelastet, also habe ich ein zweites Mal

geklickt und das war dann Volane, ein Fluss in Frankreich. Das fand ich ganz schick und ich muss gestehen mittlerweile nennt mich niemand mehr anders, ausser meine Eltern. Der Name ist mir so angewachsen, dass er nicht mehr wegzudenken ist.

Wie war deine berufliche Situation vor VOLANEART?

Oh weh. (Sie lacht.) Ich war Schulsekretärin und Sekretärin auf der Base in Hanau, für ein deutsch-amerikanisches Unternehmen und habe es so richtig doll gehasst. Ich war keine gute Sekretärin und mochte nichts an dem Job, aber mit meinem drittklassigen Realschulabschluss war das praktisch und ich habs halt einfach gemacht, um Geld zu verdienen.

Bildrechte: Volane

Wann kamst Du mit Kunst zum ersten Mal in Berührung?

Das erste Mal, dass mich Kunst fasziniert hat – also klassisches Zeug, große Meister und so weiter war, als eine ehemalige Dozentin (Astrid Dermutz) von den wilden Geschichten erzählt hat, die sich rund um die Bilder ergeben haben. Mich hat also weniger interessiert, was dargestellt wurde oder wie es gemalt wurde, sondern wie das drum herum war. Rubens zum Beispiel – der arme Tropf ist nur bekannt für kurvige Frauen – dabei war er eine ultraaufregende Person. Das Leben, das Schaffen und die Storys zu eigenen Bildern sind unfassbar aufregend.

Was bedeutet Dir die Kunst?

Der Begriff Kunst? Absolut nichts.
Das was allgemein als Kunst gewertet wird ist mir zu schwerfällig zu anstrengend. Ich möchte nichts verarbeiten – auch wenn man das unbewusst sicherlich immer tut – ich will keine großen schweren sozialkritischen reden schwingen, was meine Bilder in wem bewirken sollen. Ich will einfach geilen scheiss machen, bei dem jeder seine eigene Geschichte erzählen kann.

Bildrechte: Volane

Volane

Woher kommt der Name Volane?

Wikipedia um ehrlich zu sein.  (Sie lacht.)

Ich habe einen kurzen Moment meines Lebens an einer Kunst-Universität verbracht – also an zweien um genau zu sein, aber das ist eine andere Geschichte. Naja und innerhalb dieser sechs Wochen hatten wir die Aufgabe uns einen Künstlernamen auszudenken und einen Blog auf tumblr zu gestalten. Ich fand die Aufgabe total Hirnverbrandt, hatte keine Ahnung was ich mit nem Künstlernamen anfangen soll, also habe ich bei wikipedia auf Zufallsartikel geklickt. Der erste Eintrag war „Stalin“ das fand ich dann aber irgendwie doch zu vorbelastet, also habe ich ein zweites Mal geklickt und das war dann Volane, ein Fluss in Frankreich. Das fand ich ganz schick und ich muss gestehen mittlerweile nennt mich niemand mehr anders, ausser meine Eltern. Der Name ist mir so angewachsen, dass er nicht mehr wegzudenken ist.

Bildrechte: Volane

Wie war deine berufliche Situation vor VOLANEART?

Oh weh. (Sie lacht.) Ich war Schulsekretärin und Sekretärin auf der Base in Hanau, für ein deutsch-amerikanisches Unternehmen und habe es so richtig doll gehasst. Ich war keine gute Sekretärin und mochte nichts an dem Job, aber mit meinem drittklassigen Realschulabschluss war das praktisch und ich habs halt einfach gemacht, um Geld zu verdienen.

Talent

Du sagst: „Talent gibt es nicht.“ – wie meinst Du das?

Alles, was man kann, basiert darauf, dass man es mal tun wollte. Du wolltest laufen lernen, also hast du das getan. Wenn man das dann unter dem Deckmantel Talent laufen lässt, verschleiert es die harte Arbeit, die dahinter steckt dahin zu kommen, wo man steht, wenn man dieses „Kompliment“ bekommt.  Kein Talent für etwas haben ist in meinen Augen einfach ne gute Ausrede etwas nicht lernen zu wollen. (Sie lacht.) Die meisten wollen etwas können, aber es nicht lernen.
Nehmen wir da einfach mal mich als Beispiel – ich würde gerne Bass spielen können, ich will es aber irgendwie nicht lernen. Mir fehlt da die Passion, die Leidenschaft, der Wille und der Trotz. Sobald man etwas nicht um des Machens willen tut, sondern um gut zu sein, wird es scheitern.

Würde ich jeden Tag Bass spielen, ohne drauf zu achten, ob das nun gut ist oder nicht – sondern aus reiner Freude an der Sache immer weiter machen, dann wäre „Scheitern“ zweitrangig und würde mich nicht vom Trainieren abhalten. Mit jedem Tag, den ich spiele, würde ich besser werden.

Bildrechte: Volane

Ich male schon immer irgendwie – Gekritzel halt eben und mit jedem Tag werde ich besser. Nicht, weil meine Mutter einen kreativen Ausfluss während meiner Geburt hatte und mir so eine Zauberkraft angeboren wurde. Sondern, weil ich gerne male. Ich liebe das Tun, das Produkt an sich. Das Ergebnis ist zweitrangig für mich und das erlaubt mir scheitern nicht als Demotivation wahrzunehmen und einfach weiter zu machen. Ich bin der festen Überzeugung dass jeder alles lernen kann, wenn er es wirklich möchte. Wille, Passion, Biss, liebe solche Dinge braucht man und keinen mystischen Zauberstaub aus dem Uterus.

Warum Muschis, Penise, Kondome, Tampons …?

Weil es alltäglicher Kram ist, den alle vollkommen überbewerten. Ich trage nun seit 36 Jahren eine Muschi mit mir rumhabe sie schon in allen Formen und Farben gesehen, das gleiche gilt für Penisse und Kondome. Man umgibt sich damit aber egal wie alltäglich es eigentlich ist, die Leute haben scheu und ekel davor und das finde ich irgendwie verrückt. Gerade was das Thema Tampons und Periode betrifft.

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Abgesehen davon finde ich es ultraspannend Dinge, die allgemein eklig sind, hübsch zu inszenieren, sodass man denkt „oh, das ist süß, schön, lecker, aber irgendwie auch widerlich“, das macht mir ein bisschen Spaß. Spannend bei Kondomen finde ich, dass die sofort was Sexuelles bedeuten, egal wie man die Funktion dieses Behältnisses nutzt, jeder sieht Sex darin. (Sie lacht.) Paradoxerweise findet auch, dass dann jeder eklig. Auf der einen Seite wollen sie, dass man schluckt, aber packt man milch und nen Strohhalm ins Kondom ist man ekelhaft. (Sie lacht) Wild oder?

Warum Muschis, Penise, Kondome, Tampons …?

Weil es alltäglicher Kram ist, den alle vollkommen überbewerten. Ich trage nun seit 36 Jahren eine Muschi mit mir rumhabe sie schon in allen Formen und Farben gesehen, das gleiche gilt für Penisse und Kondome. Man umgibt sich damit aber egal wie alltäglich es eigentlich ist, die Leute haben scheu und ekel davor und das finde ich irgendwie verrückt. Gerade was das Thema Tampons und Periode betrifft.

Abgesehen davon finde ich es ultraspannend Dinge, die allgemein eklig sind, hübsch zu inszenieren, sodass man denkt:

Bildrechte: Volane

„Oh, das ist süß, schön, lecker, aber irgendwie auch widerlich.“, das macht mir ein bisschen Spaß. Spannend bei Kondomen finde ich, dass die sofort was Sexuelles bedeuten, egal wie man die Funktion dieses Behältnisses nutzt, jeder sieht Sex darin. (Sie lacht.)
Paradoxerweise findet auch, dass dann jeder eklig. Auf der einen Seite wollen sie, dass man schluckt, aber packt man milch und nen Strohhalm ins Kondom ist man ekelhaft.
(Sie lacht) Wild oder?

Mama sein

Welchen Plan hattest Du für Dich, bevor Du Mutter wurdest?

absolut keinen :D ich bin unglaublich jung mutter geworden. meine erste tochter kam auf die welt da war ich 17 jahre alt. ich bin aber ohnehin niemand der weitläufige pläne schmiedet. ich habe grobe ziele die ich erreichen will die sich mit meiner entwicklung wandeln. das war schon immer so. mein papa meinte mal ich soll lieber das gras sein als der baum. ich swinge also mit dem wetter einfach mit.

Wie bringst du Familie und Berufung unter einen Hut?

das geht hand in hand. ich kenne das nicht anders ich war nie ohne kinder seit ich 17 war und habe mich so selbstständig gemacht… meine kinder kennen diesen alltag – meine „kunst“ mein schaffen gehört für uns alle dazu, es füllt die teller und die schränke. es kommt auch nicht selten vor das meine kinder ideen zu bildern liefern. mein jüngster sohn ist quasi urheber von nunmehr zweimotiven :D  eins bei dem ein mann eine unterhose auf dem kopf trägt und ein sushi mit nem konservendeckel. die kinder haben auchvon anfang an gelernt dass sie nicht in „mein internet“ dürfen ich halte sie komplett aus storys videos etc pp raus. sie haben online namen wie „umweltminister“ oder „norbert“ und mit denen sprechen sie sich auch an wenn sie in hörweite eines videos sind.

Bildrechte: Volane

Bildrechte: Volane

Was würdest du dir wünschen, um Familie und Beruf noch besser zu vereinbaren?

um ehrlich zu sein mache ich das denke ich ganz gut, allerdings freue ich mich drauf wenn ich soweit bin mir mehr angestellte leisten zu können um mehr aufgaben abzugeben. dann lerne ich schwimmen und geh mit meinen kindern zusammen schwimmen

Mama sein

Welchen Plan hattest Du für Dich, bevor Du Mutter wurdest?

absolut keinen :D ich bin unglaublich jung mutter geworden. meine erste tochter kam auf die welt da war ich 17 jahre alt. ich bin aber ohnehin niemand der weitläufige pläne schmiedet. ich habe grobe ziele die ich erreichen will die sich mit meiner entwicklung wandeln. das war schon immer so. mein papa meinte mal ich soll lieber das gras sein als der baum. ich swinge also mit dem wetter einfach mit.

Bildrechte: Volane

Wie bringst du Familie und Berufung unter einen Hut?

das geht hand in hand. ich kenne das nicht anders ich war nie ohne kinder seit ich 17 war und habe mich so selbstständig gemacht… meine kinder kennen diesen alltag – meine „kunst“ mein schaffen gehört für uns alle dazu, es füllt die teller und die schränke. es kommt auch nicht selten vor das meine kinder ideen zu bildern liefern. mein jüngster sohn ist quasi urheber von nunmehr zweimotiven :D  eins bei dem ein mann eine unterhose auf dem kopf trägt und ein sushi mit nem konservendeckel. die kinder haben auchvon anfang an gelernt dass sie nicht in „mein internet“ dürfen ich halte sie komplett aus storys videos etc pp raus. sie haben online namen wie „umweltminister“ oder „norbert“ und mit denen sprechen sie sich auch an wenn sie in hörweite eines videos sind.

Was würdest du dir wünschen, um Familie und Beruf noch besser zu vereinbaren?

um ehrlich zu sein mache ich das denke ich ganz gut, allerdings freue ich mich drauf wenn ich soweit bin mir mehr angestellte leisten zu können um mehr aufgaben abzugeben. dann lerne ich schwimmen und geh mit meinen kindern zusammen schwimmen

Bildrechte: Volane

Wo siehst Du Dich in fünf Jahren?

Es wäre so langweilig, wenn ich da etwas sehen würde, glaube ich. Aber ich werde bis dahin schwimmen gelernt, haben (Sie lacht.) und vielleicht hab ich dann einen geilen Hof, auf dem meine Schwester ihr Gemüse anbauen kann. Das wäre schick.

Deine größte Herausforderung in den letzten 24 Monaten?

Oh, da wirst du lachen und wahrscheinlich hattest du was Arbeitsbezogenes im sinn, aber es war mein Zahnarztbesuch 2020. Nach 10 Jahren schlimmster Zahnarztphobie habe ich mich getraut, mich auf seinen Stuhl zu setzen und habe nach und  nach meine Zähne reparieren lassen.

Wenn Du morgen eine Keynote halten müsstest, was wären Deine letzten Worte an die moderne Frau von heute?

Doch! – ist das Wort, was mich im Leben am weitesten gebracht hat.
Also fick sie alle und sag DOCH!

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