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Work and Mom

Jacqueline
von Seeds & Feathers:
Papeterie voller Kunst & Ermutigung

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Erzähl doch mal, wer bist du?

Ich bin Jacqueline, Mom von 3 Kindern, seit 11 Jahren glücklich verheiratet und seit 2007 Münchnerin. Von Beruf bin ich Content Strategin und komme ursprünglich aus der Fashion- und Medienbranche. Ich habe meine ganze Elternzeit über gebloggt: hauptsächlich Mom Content, davor eher im Fashion-Bereich mit einem Abstecher zu einem eigenen Food Blog und in die vegane Szene.
Und jetzt, wo meine 3 Kids aus dem Gröbsten raus sind (der Kleinste 4 Jahre alt), habe ich mit zwei Freundinnen die Design Brand „Seeds & Feathers“ (https://seedsandfeathers.com/) gegründet. Wir entwerfen, zumindest jetzt am Anfang, hauptsächlich Papeterie, wie Poster, Postkarten, Journals und Accessoires – immer mit einer ermutigenden und inspirierenden Message.

Wie war deine berufliche Situation bevor du Mama geworden bist?

Ich hatte zwei Jahre vorher die großen Medienhäuser (Burda & ProSiebenSat.1) verlassen und mit meiner damaligen Chefin eine kleine, aber feine Agentur für digitale Content Strategie aufgebaut, wo wir für die ganze Bandbreite von sehr kleinen bis hin zu großen Unternehmen gearbeitet haben.

Wie kam es zu Seeds & Feathers ?

Wie kam es zu Seeds & Feathers ?

Der Gedanke von Women Empowerment & Sisterhood bewegt und begeistert mich schon viele Jahre: Frauen dazu zu ermutigen, sich gegenseitig zu unterstützen und anzufeuern. Das ist der Spirit von Seeds & Feathers und das Feedback ist unglaublich. Obwohl wir so klein angefangen haben und vielleicht auch, weil wir bewusst klein angefangen haben. Denn jeder hat Angst vor den kleinen Anfängen und davor, sich schon an all den Erwartungen und Beurteilungen von außen messen zu müssen.
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Davon haben wir uns ganz bewusst frei gemacht und gegründet, weil wir wirklich an das Prinzip von Ermutigung glauben und daran, dass es uns alle besser macht. Wer wird nicht gerne an seinen eigenen Wert und an sein Potenzial erinnert – gerade in so einem schwierigen Jahr, wie dem, das sich gerade dem Ende neigt. Und jeder möchte voller Hoffnung und Vertrauen nach vorne schauen. Wir designen Produkte, die all das in uns entfachen und die wir um uns haben möchten, um uns daran zu erinnern. Genau das schätzen unsere Kundinnen und so bildet sich eine tolle Community.
Wir haben im November 2020 gelauncht und mir haben schon einige Frauen geschrieben, dass sie durch unser Start-up Seeds & Feathers ermutigt wurden, ihre Träume auch in die Tat umzusetzen – besonders wenn es darum geht, sich in einem bestimmten Bereich zu positionieren oder etwas zu gründen. Das macht uns natürlich wahnsinnig glücklich und bestärkt uns in dem, was wir tun.

Was war der ausschlaggebende Punkt aus der anfänglichen Vision/ Idee schlussendlich Nägel mit Köpfen zu machen?

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Copyright: Tavis Beck

Mit meiner langjährigen Freundin und Blog-Partnerin Sophia habe ich gemerkt, dass wir einfach ein tolles Team sind –  und dass, obwohl wir über Jahre von verschiedenen Kontinenten aus zusammengearbeitet haben. Sie hat ihre Familie in Rio de Janeiro gegründet und ist erst im Frühjahr diesen Jahres wieder mit dieser zurück nach Deutschland gekommen.
Für sie also ein echter Neustart und ich musste mich auch entscheiden, ob ich nach der Elternzeit wieder in meinen alten Job zurückgehe oder es wage und was Eigenes aufbaue – wovon ich übrigens schon lange träume. Mit den guten Erfahrungen, die wir gemacht haben, haben wir uns mit unserer Freundin Caroline aus Rio de Janeiro, einer unglaublichen Designerin, zusammengetan und innerhalb von zwei Monaten unser Start-up auf die Beine gestellt.

Was war die größte Herausforderung? 

Das Gute ist, dass ich als Dreifach-Mom ziemlich stressresistent und nicht zu sehr auf Schlaf angewiesen bin, das hilft schon sehr.
Tatsächlich war ich auf größere Herausforderungen gefasst, als wir letztendlich bewältigen mussten. Das liegt hauptsächlich daran, dass wir – ganz wie es unsere Vision ist – uns gegenseitig den Rücken freihalten und uns in unseren jeweiligen Aufgaben anfeuern und bestärken. Jede von uns dreien kann sich in unserem Start-up auf ihre Stärken konzentrieren, die anderen überbrücken die jeweiligen Schwächen mit ihrem Know-how. Meist gebe ich die Inhalte vor, Caroline entwickelt ein tolles Design dazu und Sophia recherchiert die passenden Produzenten, prüft die Qualität der Produkte und kümmert sich um den Vertrieb.
Wir entwickeln alle unsere Produkte in der finalen Phase gemeinsam und jeder kann in den Verantwortungsbereich der anderen hineinsprechen. Zusammen haben wir die besten Ideen und es ist ein tolles Gefühl, das gemeinsam auf die Beine zu stellen und voneinander zu lernen. Zwischen uns herrscht ein großes Vertrauen, das hilft sehr.
Die ungewöhnlichste Herausforderung ist aber vermutlich unser Zeitmanagement. Durch die Zusammenarbeit aus drei verschiedenen Städten (München, Dresden & Rio) von zwei verschiedenen Kontinenten, finden unsere meisten Meetings abends nach 21 Uhr statt, wenn Sophias und meine Kids im Bett sind und es bei Caroline gerade später Nachmittag ist.

Wie bringst du Beruf und Familie unter einen Hut?

Ich plane immer ziemlich strategisch und möglichst weit voraus – dann versuche ich mich diszipliniert an den Zeitplan zu halten. Klappt natürlich nicht immer – daher ist auch ein gewisses Mass an Flexibilität nötig, um immer mal wieder alle Pläne umzuschubsen. Da hilft es schon, dass man sein eigener Chef ist und selbst entscheiden kann, ohne lange Abklärungsschleifen. Und Sophia und Caroline sind immer nur ein Videotelefonat oder eine Voicemail entfernt.
Aber grundsätzlich versuche ich morgens alles wegzuarbeiten, wenn die Kids in der Schule und im Kindergarten sind. Nachmittags ist dann Familienzeit und abends, wenn die Kinder schlafen, setze ich mich noch mal an die Arbeit. Inzwischen trenne ich aber die Arbeitswoche relativ strikt vom Wochenende, das tut uns allen gut und so können wir wieder frisch und fokussiert in die Woche starten.
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Copyright: Tavis Beck

Was würdest du dir wünschen, um Familie und Beruf noch besser vereinbaren zu können?

Jetzt während der Pandemie bin ich natürlich froh, von Zuhause flexibel arbeiten zu können und meine Kinder trotzdem gut betreut zu wissen. Grundsätzlich mag ich aber die Idee von Co-Working Spaces mit Betreuungskonzept supergerne.

Ich habe übrigens für jedes Kind 3 Jahre Elternzeit genommen und finde es schrecklich, mich deswegen ständig erklären zu müssen. Als hätte ich mich damit für jede Form des modernen Frau-Seins disqualifiziert und hätte alles Know-how, das ich mir vorher und auch währenddessen erarbeitet habe, verloren. Ich fände es modern und fortschrittlich, wenn man wegen dieser Entscheidung nicht grundsätzlich als „Heimchen am Herd“ abgestempelt wird, um mal diesen Kampfbegriff ins Rennen zu schicken.

Ich liebe meine Familie und meine Kinder so sehr und bin dankbar, viel Zeit mit ihnen verbringen zu können. Gleichzeitig liebe ich es zu arbeiten und zu kreieren und mit anderen Frauen zu netzwerken. Aber alles zu seiner Zeit. Mein Mann arbeitet übrigens auch meist von Zuhause aus und so können wir uns flexibel und gleichberechtigt abstimmen.

Familie

Jede Mutter und jeder Vater sollten doch selbst entscheiden können, wie viel Zeit sie wann mit ihrer Familie verbringen, ohne komplett abgestempelt zu werden – denn jede Familie ist unterschiedlich und jede Familie muss ihren eigenen Weg finden.

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Hier kannst du mehr über Jacqueline erfahren!

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